Die Beschreibung von der Vertreibung aus dem Paradies, die die „Verurteilung zum Ackerbau“ zur Folge hat, erweist sich als Metapher für den Übergang von der nur aneignenden Nahrungsbeschaffung (im Paradies) zur produzierenden Nahrungsbeschaffung. Die Stelle, an der der Ackerbau seine bisher ältesten Spuren (etwa 11.000 v. Chr.) hinterlassen hat, liegt am Oberlauf des Euphrats und seiner Nebenflüsse. Auch der Begriff einer „grünen Steppe“ trifft auf diese Gegend zeitgerecht zu. Dem Klimawechsel am Ende der Eiszeit folgt eine starke Nordverlagerung der Vegetationszonen und damit der Tierwelt. Hinzu kommt, dass die ersten genutzten Wildgetreidearten nur in der Osttürkei und in Nordsyrien beheimatet waren. Mit dem Ackerbau erfolgt die menschliche Manipulation der gesamten Natur, die primär als Folge des sprunghaften Bevölkerungsanstiegs - um das 40-fache - zu verstehen ist und wohl das Synonym für den Sündenfall darstellt.