| Eden heißt im Hebräischen „Anmut“, „Lieblichkeit“ und „Wonne“. Die Hebräer selbst werden oft mit den Habiru identifiziert, die aus dem Tal Habur zwischen Euphrat und Tigris stammten. Durch dieses Tal fließt als eine der wichtigsten Nebenflüsse des Euphrat der Chabur, an dem sich auch älteste Hinweise auf den Ackerbau (Göbekli Tepe, Harran, Nevali Cori und Sanliurfa) finden. Nach altjüdischer Überlieferung werden die Urhebräer in der Region von Şanlıurfa, das heilige Urfa (heute in der Südosttürkei an der Grenze zu Syrien) lokalisiert. Diese Lokalität deckt sich mit den Erkenntnissen der Biologen (Heimat des Wildgetreides) und der Archäologen (frühester Ackerbau in Jerf el Ahmar und Abu Hureyra).
Nach Überlieferungen, die unter anderem in die christliche Tradition integriert wurden, soll der Garten Eden in einer gebirgigen Region gelegen haben. Der Ort soll etwa 225 km südwestlich des Berges Ararat und nur wenige Kilometer südlich des Vansees, in der heutigen Osttürkei gelegen haben. Viele künstlerische Eden-Darstellungen richten sich nach der Vorstellung einer gebirgigen Region, die von Erzen, Wasser und fruchtbaren Tälern geprägt ist und somit gut für Land- und Viehwirtschaft geeignet ist. Dies würde auf eine Region hinweisen, die später von den erst in Ansätzen erforschten Urartu oder eher noch von den noch weniger erforschten Nairi besiedelt wurde. |