| Bekanntlich ist das Paradies ein Ort der Harmonie und des Wohlbefindens. Sämtliche in einer Gesellschaft auftauchende Konflikte treten hier nicht auf, schon weil es keine sozialen Gegensätze gibt und daher Eintracht vorherrscht. Es ist nicht auszuschließen, dass es vor der Aufspaltung der Gesellschaft in Arm und Reich, bzw. Besitzende und Nichtbesitzende, ein gewisses Maß an Harmonie und Verbundenheit gab. Liest man die altchinesischen taoistischen Texte, dann wird eine solche einträchtige Gesellschaft mit Führung unter dem sogenannten Gelben Kaiser zusammengelegt. Unabhängig davon war und ist es der Traum, vor allem zu kurz gekommener Menschen, paradiesische Zustände herbeizusehnen. Meist werden sie in ferne Regionen verlagert, manchmal aber auch versucht, vor Ort einzulösen, so geschehen im Täuferreich zu Münster. |